Der Gemeinderat hatte die Cablecom als Käuferin der Antennenanlage empfohlen. Die Energie Belp aber überzeugte die Stimmbürger.
Dass die Gemeinschaftsantennenanlage (GAT) in Toffen verkauft werden solle, war an der Gemeindeversammlung nicht umstritten. Denn die 670000 Franken, die in die GAT investiert hätten werden müssen, bildeten ein zu grosses finanzielles Risiko für die Gemeinde. Diese Investition ist notwendig, um den 1020 Abonnenten ein marktgerechtes Angebot für Fernseh- und Internetnutzung anbieten zu können.
Umstrittener war, an wen die Antenne verkauft werden solle. Der Gemeinderat Toffen hatte die Cablecom GmbH als Käuferin vorgeschlagen. Denn die Zürcher Firma hatte für die GAT einen Kaufpreis von 700000 Franken angeboten. Die Energie Belp hingegen, deren Offerte auch besprochen wurde, wollte bloss 262000 Franken bezahlen.
Die Stimmberechtigten betrachteten die Angebote jedoch aus einer anderen Perspektive als der Gemeinderat: Cablecom verlangte eine Monatsgebühr von 21 Franken pro Anschluss, Belp hingegen will den Abonnenten nur 15 Franken in Rechnung stellen. Heute bezahlen sie Fr.20.50. Die Gemeindeversammlung forderte schliesslich eine Variantenabstimmung für die beiden Angebote. Dabei erhielt die Energie Belp 73, Cablecom lediglich 19 Stimmen. Die Energie Belp will die Sanierung der Anlage in einem Jahr vollzogen haben. Ab dem 1.Oktober 2008 sollen die Gebühren auf die 15 Franken gesenkt werden.
Sandra Rutschi - Berner Zeitung